< Gold, Silber und Bronze für NWJV-Judokas


03.04.16 17:27 Alter: 5 Jahre
Von: Erik Gruhn


NWJV-Verbandstagung in Bochum

Freiwilligendienste im Sport eine Chance für die Vereine


Die Delegierten der Vereine

Michaela Engelmeier

Jens Wortmann

Ehrung der Ranglistensieger

Im Veranstaltungszentrum der Ruhr-Universität Bochum fand die Verbandstagung des NWJV statt. NWJV-Präsident Peter Frese begrüßte die Delegierten aus 32 Vereinen. Stellvertretend für die Verstorbenen wurde an Heiner Metzler, Reinhard Otto, Michael von Beylen, Stefan Halas und Josef Wittler gedacht.

Michaela Engelmeier richtete ein Grußwort an die Delegierten und bedankte sich für die Unterstützung bei ihrer Wahl zur Vizepräsidentin im Landessportbund Nordrhein-Westfalen. In ihrer Funktion als Bundestagsabgeordnete versucht sie allerorts, das Thema Sport nach vorne zu bringen.

Peter Frese wies auf die Kampagne des Landessportbundes „Das habe ich beim Sport gelernt“ hin, an der sich der NWJV mit dem Motiv „Respekt erweisen“ als einer der ersten Fachverbände beteiligt hat.

Jens Wortmann, Vorsitzender der Sportjugend Nordrhein-Westfalen, hielt einen Vortrag zum Thema „Freiwilligendienste im Sport als Chance für die Vereinsentwicklung“. Er gab einen Überblick über die Einsatzmöglichkeiten und Finanzierungsmodelle im Sportverein. Ansprechpartner im NWJV für die Freiwilligendienste ist Kai Kirbschus.

Die erstplatzierten Judokas der NWJV-Rangliste wurden geehrt:
U 18 weiblich: 1. Samira Bouizgarne, 2. Norah Bannenberg, 3. Hannah Schneider
U 18 männlich: 1. Falk Petersilka, 2. Falk Biedermann, 3. Jonas Pütz
Vereinsrangliste: 1. 1. JC Mönchengladbach, 2. JC Hennef, 3. SU Witten-Annen
Nicht alle Sportler waren anwesend, so dass die Vereinvertreter teilweise die Ehrungen stellvertretend in Empfang nahmen.

Werbung für den Mannschaftswettkampf


In seinem Bericht gab Peter Frese einen Überblick über die zahlreichen Breitensportinitiativen, die im NWJV angeboten werden. Er möchte die vielen Bereiche im Breitensport auch in Zukunft von Verbandsseite stark fördern. Leider sind die Mitgliederzahlen im Kinder- und Jugendbereich in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Er zeigte Beispiele auf, mit denen diesem Trend verstärkt entgegengewirkt werden soll. Er machte Werbung für den Mannschaftswettkampf und wünscht sich, dass möglichst jeder Verein eine Mannschaft stellen kann. Bereits 150 Vereine nehmen in Nordrhein-Westfalen am Ligabetrieb teil. Im Behindertensport wurde eine Dan-Prüfung für G-Judokas eingeführt. Mit dem Behindertensportverband findet ein Gespräch statt, um über die Möglichkeiten der Ausrichtung einer Weltmeisterschaft für Behinderte zu sprechen.

Kai Kirbschus beendet seine Tätigkeit im Bereich „NRW bewegt seine Kinder“ beim NWJV. Er übernimmt eine Anstellung an der Hochschule in Köln. Nachfolgerin von Kai Kirbschus beim NWJV wird Carina Hagen. Mit den Ergebnissen im Leistungssport ist Peter Frese zufrieden. Die Darstellung des Judosports in der Öffentlichkeit findet vorwiegend durch die Erfolge im Leistungssport statt. Der NWJV erhält gute Unterstützung durch den Landessportbund und die Sportstiftung NRW.

Nach der Vorstellung des Jahresabschlusses und dem Bericht der Kassenprüfer erfolgte die Entlastung des Verbandsausschusses einstimmig.

Thomas Rips gab den Vereinsvertretern Tipps für die Integration von Flüchtlingen in das Vereinstraining. Peter Frese bat die Vereine „Best-practice“-Beispiele aus allen Bereichen dem NWJV mitzuteilen, damit diese im „budoka“ veröffentlicht werden können.

Jörg Bräutigam ist seit 1999 Verbandsjugendleiter des NWJV und wurde beim Verbandsjugendtag im November 2015 wiedergewählt. Stellvertreter sind Michael Weyres, Daniel Skakavac und Thomas Rips. Die Mitglieder der Verbandsjugend wurden einstimmig bestätigt.

Änderungen der Wettkampfordnung ab 2017


Zahlreiche Änderungen der Wettkampfordnung wurden durch die Verbandstagung für 2017 beschlossen. Diese Änderungen beinhalten die Reduzierung der Mannschaftsstärke im Ligabereich von den Bezirks- bis Verbandsligen von sieben auf fünf Kämpferinnen bzw. Kämpfer. Gleichzeitig werden diese Kämpfe zukünftig mit Hin- und Rückkampf am gleichen Tag durchgeführt. Ein Judoka hat außerdem nur noch ein Einzelstartrecht für einen Verein (Heimatverein) und ein Mannschaftsstartrecht entweder für seinen Heimatverein oder ein Mannschaftsstartrecht für einen anderen Verein.

Zum Abschluss der Tagung wurde auf das DJB-Maskottchen Yoko hingeweisen, welches beim DJB für Veranstaltungen ausgeliehen werden kann, und auf die neue Stiftung in NRW „Sicherheit im Sport“. Am kommenden Sonntag findet in Duisburg eine Diskussionsrunde zu den Sonderregelungen im Jugendbereich mit Bundestrainer Bruno Tsafak statt. Peter Frese forderte die Vereinsvertreter dazu auf, sich daran zu beteiligen.