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27.08.20 23:25 Alter: 236 Tage
Von: Erik Gruhn


DJB-Team gewinnt 7:5 gegen Österreich

Länderkampf in Wien


Foto: GEPA Pictures/Philipp Brem

Das Team des Deutschen Judo-Bundes (DJB) setzte sich beim Länderkampf gegen Österreich im Fernsehstudio des ORF in Wien mit 7:5 durch. Die Punkte auf deutscher Seite erzielten Helena Grau (bis 48 kg), Theresa Stoll (bis 57 kg), Emil-Johann Hennebach (bis 81 kg), Nadja Bazynski (bis 63 kg), Karl-Richard Frey (bis 100 kg), Luise Malzahn (bis 78 kg) und Johannes Frey (über 100 kg).

Der erste Wettkampf nach mehr als fünf Monaten Corona-Pause fand unter strengen Hygienevorschriften statt. Mehr als 25 Personen durften das Studio nicht betreten. "Die Veranstaltung gibt der Judo-Welt Hoffnung", zeigte sich Männer-Bundestrainer Richard Trautmann überzeugt davon, dass dieser Vergleichskampf mit anschließendem Trainingscamp ein guter Test für seine Athleten war. Das Ergebnis nannte er wie erwartet: "Wir wussten, dass es eine enge Partie wird. Die Leistungen waren sehr durchwachsen. Das österreichische Team war gut vorbereitet." Ähnlich äußerte sich Frauen-Bundestrainer Claudiu Pusa: "Es gab wunderschöne Ippons auf beiden Seiten. Das Ergebnis war sehr eng."

Im ersten Durchgang hatte Helena Grau von der TSG Backnang in der Klasse bis 48 kg in einem ausgeglichenen Kampf gegen Jacqueline Springer die DJB-Mannschaft in Führung gebracht. In der Golden-Score-Verlängerung gewann die Württembergerin nach fast acht Minuten Kampfzeit aufgrund der dritten Shido-Bestrafung für die Österreicherin. Moritz Plafky vom JC Hennef kam in der Klasse bis 60 kg mit dem Griff seines Gegners Daniel Leutgeb nicht zurecht und unterlag ebenfalls im Golden-Score nach Bestrafungen. Theresa Stoll vom TSV Großhadern (bis 57 kg) ließ gegen die dreifache Olympia-Teilnehmerin Sabrina Filzmoser nichts anbrennen und beendete mit einem O-uchi-gari und einem zweiten Wazaari ihren Kampf vorzeitig. In der Klasse bis 73 kg war Alexander Gabler vom TSV Hertha Walheim gegen Lukas Reiter chancenlos. Nach der Niederlage von Jana Ziegler vom UJKC Potsdam (bis 57 kg) gegen Lisa Grabner lag das DJB-Team mit 2:3 zurück. Vor der Pause sorgte Emil-Johann Hennebach vom JC Leipzig in der Klasse bis 81 kg gegen Christopher Wagner für den Ausgleich. Nach fast sechs Minuten Kampfzeit konterte Hennebach den Uchi-mata-Ansatz seines Gegners.

Runde zwei begann mit einem wunderschönen Ippon für Uchi-Mata durch Nadja Bazynski vom TSV Bayer 04 Leverkusen in der Klasse bis 63 kg gegen die favorisierte Magdalena Krssakova. Eduard Trippel vom JC Rüsselsheim konnte in der Kategorie bis 90 kg eine Wazaari-Führung von Johannes Pacher nicht mehr aufholen. In der Klasse bis 70 kg setzte sich Michaela Polleres klar gegen Mina Ricken vom TSV Großhadern durch und brachte die Österreicher noch einmal mit 5:4 in Führung. Der Kampf in der Klasse bis 100 kg zwischen Karl-Richard Frey vom TSV Bayer 04 Leverkusen und Marko Bubanja endete in der Golden-Score-Verlängerung nach der dritten Shido-Bestrafung für Bubanja zugunsten des Nordrhein-Westfalen. Luise Malzahn vom SV Halle dominierte den Kampf in der Klasse bis 78 kg gegen Marlene Hunger. Bereits nach einer Minute beendete die WM-Dritte von 2015 die Partie durch Sode-tsuri-komi-goshi und brachte die Mannschaft des DJB wieder mit 6:5 in Führung. Johannes Frey vom JC 71 Düsseldorf erhöhte in der Klasse über 100 kg gegen Stephan Hegyi ungefährdet zum 7:5-Endstand.

DJB-Sportdirektor Ruben Goebel resümierte nach den Kämpfen: „Mit dem End-Resultat sind wir zufrieden, wir haben taktisch hochstehendes Judo gesehen, knapper geht nicht.“