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09.11.19 21:58 Alter: 105 Tage
Von: Erik Gruhn


Peter Frese wird DJB-Ehrenpräsident - Andreas Kleegräfe neuer DJB-Vizepräsident

DJB-Mitgliederversammlung in Potsdam


Der neue DJB-Präsident Daniel Keller und DJB-Ehrenpräsident Peter Frese

Andreas Kleegräfe (links) ist neuer DJB-Vizepräsident, rechts NWJV-Vizepräsident Benny Behrla

Der Deutsche Judo-Bund (DJB) hat auf seiner Mitgliederversammlung in Potsdam einstimmig eine neue Satzung verabschiedet. Im Vordergrund der neuen Satzung steht die Installation eines hauptamtlichen Vorstandes, der in Zukunft die Verbandsgeschäfte führen soll. Das bisherige Präsidium erfüllt dann in ehrenamtlicher Funktion strategische und repräsentative Aufgaben.

In seinem letzten Bericht als DJB-Präsident ging Peter Frese auf die Judo-Weltmeisterschaften in Tokio ein. Mit dem Verlauf war er sehr unzufrieden: "So viel Pech haben wir noch nie gehabt!" In allen anderen Bereichen ist es abgesehen von der U18 im vergangenen Jahr gut gelaufen. Insbesondere erwähnte er hier noch einmal die Kata-Weltmeister Ulla Loosen und Wolfgang Dax-Romswinkel.

Zum Abschluss wünschte Peter Frese seinem Nachfolger viel Erfolg und bedankte sich bei den Anwesenden mit den Worten: "Die Zeit als DJB-Präsident war die schönste Zeit in meinem Leben!" Nach lang anhaltendem Applaus übernahm Matthias Schießleder, der Vorsitzende des Ehrenrates, das Wort: "Peter Frese hat einen unheimlichen Einsatz gezeigt. Er ist ein erfolgreicher Präsident." Er stellte den Antrag, Peter Frese zum DJB-Ehrenpräsidenten zu ernennen. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

Die amtierenden Präsidiumsmitglieder erklärten ihren Rücktritt zum Termin der Eintragung der neuen Satzung in das Vereinsregister beim Amtsgericht. Anschließend erfolgten die Neuwahlen des Präsidiums nach der neuen Satzung.

Daniel Keller aus Potsdam wurde zum neuen Präsidenten des DJB gewählt. Der 33-Jährige setzte sich mit 30 Stimmen gegen Norbert Specker (28 Stimmen/Bremen) durch. Zu Vizepräsidenten wurden Andreas Kleegräfe (Verbandsentwicklung), Carl Eschenauer (Breitensport), Thomas Schynol (Finanzen), Egbert von Horn (Leistungssport) und Renate Goschin (Medien/Öffentlichkeitsarbeit) gewählt. Das Präsidium wird ergänzt durch Jane Hartmann (Jugend) und Mareen Kräh (Athletenvertreterin).

Folgende Anträge fanden die Mehrheit der Landesverbandsvertreter:

- Der Deutsche Jugendpokal wird ab 2020 nur noch in den Altersklassen U15 und U18 durchgeführt.
- Bei allen DJB-Veranstaltungen hat die veränderte internationale Coachingregel Gültigkeit.
- Bei den Deutschen Meisterschaften Ü30 wird auf die Pflicht DJB-Rückennummern zu tragen verzichtet.
- In den Altersklassen U15, U18 und U21 wird bei offiziellen DJB-Veranstaltungen grundsätzlich nach dem Doppel-KO-System gekämpft.
- An der Finalrunde der Frauen-Bundesliga nehmen die zwei ersten Mannschaften der Bundesebenen Nord und Süd, insgesamt also vier Mannschaften, teil.

Die Kosten für die Wettkampflizenz wurden erhöht auf 16,00 Euro für die Neubeantragung und auf 12,00 Euro für die Verlängerung. Die Mehreinnahmen sollen für die finanzielle Unterstützung der DJB-Veranstaltungen in Form von Zuschüssen an die Ausrichter verwendet werden.

Abgerundet wurde die Mitgliederversammlung durch ein interessantes Referat von Ruben Houkes zum Thema "Judo in Schools".