< Starke Russen in Berlin


02.05.17 10:44 Alter: 3 Jahre
Von: Dr. Wolfgang Janko / Fotos: Gabi Gramsch


Meisterschaften für Menschen mit einer geistigen Behinderung

Internationale Deutsche Einzelmeisterschaften in Grenzach-Wyhlen


Im badischen Grenzach-Wyhlen, dem Heimatort unserer ersten Judo-Weltmeisterin, fanden die 19. Internationalen Deutschen Einzelmeisterschaften (IDEM) für Menschen mit einer geistigen Behinderung statt. Der Judo-Club Grenzach-Wyhlen richtete diese Veranstaltung nach 2000, 2004 und 2013 bereits zum vierten Mal aus. Wiederum gelang es dem Judo-Club um Erika und Conny Claßen dank eines unglaublich motivierten Teams eine tolle Meisterschaft zu organisieren, zumal die IDEM mit  Judokas aus ganz Deutschland, Österreich und den Niederlanden äußerst stark besetzt war.

Außerdem standen die Wettkämpfe schon im Zeichnen der ersten G-Judo-Weltmeisterschaften, die vom 19. bis 22. Oktober 2017 in Köln ausgetragen werden. Die Deutschen Meister bzw. bestplatzierten deutschen Judokas erwarben hier das Startrecht für die Weltmeisterschaften.

Dementsprechend spannend verliefen die Wettkämpfe in einer sich rasant entwickelnden Sportart. In vielen Gewichtsklassen gab es ein sehr niveauvolles Judo mit äußerst kappen Kämpfen. Auch trugen die internationalen Teilnehmer erheblich zum gestiegenen Leistungsniveau bei. Probleme gibt es sicherlich noch bei der Zuordnung zu den Wettkampfklassen für die einzelnen Kämpfer. Aber auch da zeichnen sich erste Lösungsansätze ab.

In der Wettkampfklasse 1 der Männer konnten mit Patrick Barendonk (Bocholt) bis 66 kg, Andre Conen (Leverkusen) bis 73 kg und Timo Karmasch (Hünxe) bis 90 kg drei Meistertitel und damit Startberechtigungen für die Weltmeisterschaften gewonnen werden.

Ebenfalls dreimal trugen sich die Frauen der Wettkampfklasse I in die Siegerlisten ein: Stefanie Bohn (Düsseldorf) bis 48 kg, Michaela Stutz (Dülmen) bis 52 kg und Andrea Kuhne (Bocholt) plus 78 kg.

In der Wettkampfklasse 2 der Männer konnten sogar vier Titel gewonnen werden: Bis 66 kg Valentin Freitag (Leverkusen), bis 90 kg Bastian Wind (Hünxe), bis 100 kg Michael Glose (Essen) und im Schwergewicht Theo Lavassas (Köln).

Schließlich waren die Frauen der Wettkampfklasse 2 mit Stefanie Knopp (Leverkusen) bis 63 kg und Carina Niemeyer (Dülmen) bis 78 kg noch zweimal erfolgreich.

Die beiden BRSNW-Leistungstrainer Walter Gülden und Frank Schuhknecht können mit dem Resultat der Internationalen Deutschen Meisterschaften mehr als zufrieden sein: Trotz der starken Konkurrenz gingen 12 von 28 möglichen Meistertiteln nach Nordrhein-Westfalen, hinzu kamen noch zahlreiche Medaillengewinne durch zweite und dritte Plätze. Jetzt gilt es, das bisher so erfolgreiche NRW-Niveau weiter zu stabilisieren, um im nächsten Jahr noch erfolgreicher an den Internationalen G-Judomeisterschaften teilnehmen zu können, die am 28. April 2018 in Berlin ausgerichtet werden. Gleichzeitig beginnt für die neuen Deutschen Meister mit der erkämpften Startberechtigung die Vorbereitung auf die ersten Weltmeisterschaften im Oktober.


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