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21.07.21 13:39 Alter: 14 Tage
Von: Angela Andree


Maike Ziech und Kamen Kasabov Ehrenamtler des Monats Juli

Im Fokus der Olympischen Spiele


Maike Ziech und Kamen Kasabov

Mit Maike Ziech und Kamen Kasabov hat der Nordrhein-Westfälische Judo-Verband zwei Judokas zu Ehrenamtlern des Monats Juli auserwählt, die stellvertretend für den Leistungssport und die Olympischen Spiele 2021 in Tokio stehen - auch wenn sie selbst nicht an den Start gehen werden.

Kamen Kasabov, geb. 1968, ist seit mehr als 15 Jahren Trainer beim Judo-Club Hennef. Der mehrfache bulgarische Meister kam nach seinem Sportstudium nach Deutschland und kämpfte einige Jahre erfolgreich in der ersten Bundesliga. In Hennef übernahm Kamen 2006 als Nachfolger von Claudia Pusa, der aktuelle Bundestrainer des deutschen Frauenteams, das Traineramt. Schnell knüpfte er an die Erfolge seines Vorgängers an. Mit seinem eigenen Trainerstil und seiner ruhigen, fachlich kompetenten und zielstrebigen Art gingen erfolgreiche Judokas wie Sascha Herkenrath, Alexander und Philipp Neihs, Hannah und Miriam Schneider hervor. Sie seien an dieser Stelle genauso stellvertretend genannt wie die sportlichen Erfolge: u. a. zweifacher Westdeutscher Meister Frauen U 18 und Männer U 18 im Jahre 2012, vier Medaillen (3 x Gold und 1 x Silber) bei den Deutschen Einzelmeisterschaften der U 18 und U 21 im Jahr 2016 oder 1 x Gold und 1 x Bronze bei den Deutschen Einzelmeisterschaften der Frauen und Männer 2018 in Stuttgart.

Seinen größten Erfolg verbindet Kamen allerdings mit den diesjährigen Olympischen Spielen in Tokio. Als Heimtrainer erlebte er die Qualifikation seines Schützlings Moritz Plafky hautnah und freut sich, wie der gesamte Verein, dass Moritz den JC Hennef bei den Olympischen Spielen vertreten wird. Mit dem neunten Platz bei den kürzlich stattgefundenen Weltmeisterschaften in Budapest festigte Moritz seinen Startplatz und lässt nicht nur Kamen und die Hennefer Judokas jubeln. Besonders erfreulich ist, dass Moritz noch regelmäßig das Heimtraining besucht, um sich mit seinen Judo-Freunden zu messen und Spaß zu haben. Ein toller Erfolg für den Verein, für den Athleten Moritz natürlich und seinen Trainer Kamen Kasabov, dem wir an dieser Stelle ganz herzlich für seine herausragende Arbeit gratulieren möchten. Ohne das Engagement ambitionierter Vereinstrainerinnen und Vereinstrainer, die an der Basis die grundlegenden Eigenschaften für spätere sportliche Erfolge legen, wären der Nordrhein-Westfälische Judo-Verband und der Deutsche Judo-Bund sicher nicht so erfolgreich. Stellvertretend für alle Trainerinnen und Trainer danken wir Kamen an dieser Stelle sehr herzlich!

Ohne sie geht nichts - die Partnerinnen und Partner im Judosport

Die 27-jährige ehemalige Junioren-Europameisterin Maike Ziech vom Budo-Sport Yamato Hürth geht in ihrer Karriere durch ein Wechselbad der Gefühle. Auf sportlichen Erfolgen folgten verletzungsbedingte Rückschläge, die ihr den Traum von der Teilnahme an den Olympischen Spielen verwehrten. Mit 16 Jahren gewann Maike bereits Silber bei den Europameisterschaften der Frauen U 18, bevor sie die erste schwere Verletzung zurückwarf. Stets an ihrem Comeback arbeitend gelang ihr drei Jahre später der große Wurf. Sie wurde Europameisterin der Juniorinnen. Nach Team-Bronze bei den Weltmeisterschaften 2013 wurde sie im Jahr darauf erneut Europameisterin, diesmal in der Altersklasse U 23. Mit diesem Titel wurde sie in NRW zur Nachwuchssportlerin des Jahres gewählt. Im Jahr 2015 belegte sie den dritten Platz bei der Universiade. Ihren ersten Grand-Prix-Erfolg feierte Maike 2018 in Agadir, ein Jahr später belegte sie den dritten Platz beim Grand-Prix-Turnier in Montreal. Zwischen diesen Erfolgen stoppten allerdings immer wieder kleinere und größere Verletzungen ihre Karriere. Umso erstaunlicher, dass Maike stets in die Erfolgsspur zurückkehrte.

Aber nicht nur diese Willensstärke zeichnet Maike, die 2016 eine duale Karriere bei der Bundespolizei begann, aus. Sowohl vor den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro (2016) als auch vor den in Kürze stattfindenden Olympischen Spielen in Tokio war und ist sie feste Trainingspartnerin von Olympioniken im BLZ in Köln. Vor Rio stellte sie ihre eigenen Ansprüche als Trainingspartnerin von Laura Vargas-Koch, die Bronze im Mittelgewicht gewann, zurück. Seit 2019 ist sie feste Trainingspartnerin von Anna-Maria Wagner, die jüngst Weltmeisterin in der Gewichtsklasse bis 78 kg wurde. Das ist umso bedeutender, wenn man bedenkt, dass durch die Covid-19-Pandemie das Training doch sehr viel schwieriger planbar und umsetzbar war. Doch beide wuchsen in dieser Situation zusammen, variierten die Trainingsinhalte und motivierten sich gegenseitig zu neuen Leistungen. Zwischendurch gaben sie Online-Tipps für Nachwuchsjudokas sowohl auf Bundes- und Landesebene, aber auch für Vereine. Fast nebenbei beendete Maike erfolgreich ihre Ausbildung zur Bundespolizistin. Im Oktober 2020 übernahm sie das Ehrenamt der Bezirkskadertrainerin für die weibliche Jugend U 15 in Köln und nahm parallel das Studium zur Diplomtrainerin an der Trainerakademie in Köln auf. Gefühlt kann der Tag bei Maike nicht nur 24 Stunden haben. Ein herzliches Dankeschön an Maike, die sich als Leistungssportlerin schon früh für die Belange anderer Judokas einsetzt und diese sowie den Verband großartig unterstützt!

 

  
Mit der neu geschaffenen Auszeichnung „Ehrenamtler des Monats“ zeichnet der Nordrhein-Westfälische Judo-Verband in 2021 ein Jahr lang jeden Monat besonders für den NWJV engagierte Judokas aus. Die Auszeichnung erfolgt in verschiedenen Kategorien und wird vom NWJV-Präsidium in Abstimmung mit dem Verbandsausschuss getroffen.

Anmerkung: Die für das Jahr 2020 vorgesehenen Ehrungen „50 Jahre Judo - Judo ein Leben lang“ werden im Laufe des Jahres 2021 nachgeholt. Bei Rückfragen: Angela Andree, E-Mail: angela.andree@nwjv.de oder Tel.: 0203 7381-627.