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18.11.19 08:54 Alter: 23 Tage
Von: Frank Schuhknecht / Fotos: Thomas Freitag


Alle vier Titel gehen nach Nordrhein-Westfalen

Verbandsmeisterschaften ID-Judo in München


Bei den Deutschen Verbandsmeisterschaften in München konnte das ID-Judo-Team aus Nordrhein-Westfalen nicht nur seine drei Vorjahrestitel verteidigen, nein, die Kaderathleten des Behinderten- und Rehabilitationssportverbandes setzten noch einen drauf und erkämpften sich alle DM-Titel. Der erstmals ausgetragene Supercup ging nach spannenden Kämpfen an Bayern. NRW wurde Zweiter.

Ein wenig getrübt wird die Euphorie allerdings, da das WK-1-Frauenteam seit Jahren keine gegnerische Mannschaft aus den anderen Landesverbänden als Konkurrenz auf der Matte stehen hat. Dennoch kamen später noch Stephanie Knopp (Leverkusen), Jasmin Siebelitz (Hünxe) sowie Andrea Kuhne (Bocholt) beim Supercup zum Einsatz. Die weiteren gemeldeten ID-Judokas in der WK 1 waren Evin Celiktas (Leverkusen) und Carina Niemeyer (Dülmen).

Dem Männerteam der Wettkampfklasse 1 gelang die Titelverteidigung nach zwei eindeutigen 4:1-Siegen gegen Bayern. Somit war es in 16 Jahren die 15.(!) Meisterschaft für die ID-Judokas aus NRW. Für die Männer gingen André Conen (Leverkusen), Marc Behrendt (Essen), Wolfgang Trost (Leverkusen), Timo Karmasch (Hünxe), Patrick Barendonk (Bocholt) und Christian Brieler sowie Lars Wichert (beide Hamm) an den Start.

Ebenfalls erfolgreich verteidigten die männlichen ID-Judokas der WK 2 den Meistertitel. Rheinland-Pfalz wurde mit 3:1 besiegt. Gegen Baden-Württemberg gab es überraschend eine 2:3-Niederlage. Allerdings folgten umgehend ein 3:2-Erfolg gegen Bayern sowie ein 5:0 gegen Hessen. Am Ende reichte den Judokas Victor Gdowczok (Köln), Phil Taraschinski (Hamm), Lennart Klaus (Hünxe), Ben Musaeus (Hückeswagen), Tobias Weyck (Dülmen), Valentin Freitag und Daniel Gietzold (beide Leverkusen) die bessere Unterbewertung.

Die diesjährige Überraschungsmannschaft waren die Frauen der Wettkampfklasse 2. Mit nur vier ID-Judokas bei fünf Gewichtsklassen angetreten, konnten die Athletinnen gegen Baden-Württemberg mit 4:1 und gegen Bayern mit 3:2 gewinnen. Lediglich gegen Hessen gab es ein Unentschieden. Auch hier reichte die bessere Unterbewertung dem Frauenteam aus NRW. Gold gab es für Victoria Breidenstein (Essen), Stefanie Drescher (Hünxe), Lisa Heise (Mülheim) und Sandra Schnur (Dülmen).

Neu in diesem Jahr war der erstmals ausgetragene Supercup. Hier treten als Mannschaft drei Frauen sowie fünf Männer der WK 1 und 2 an. In jedem Team dürfen maximal WK-1-Kämpferinnen und Kämpfer eingesetzt werden. Die erste Begegnung gegen Hessen ging mit 7:1 an NRW. Hier setzte Landestrainer Frank Schuhknecht drei WK-1-Frauen und einen WK-1-Kämpfer ein. Genauso ging es gegen die Mixed-Mannschaft aus Bayern auf die Matte. Die Begegnung verlor NRW überraschend mit 2:5. Der bayerische Coach hatte alles erfolgreich auf eine Karte gesetzt, wohlwissend dass Schuhknecht erneut die WK-1-Frauen kämpfen lässt, da sie sonst nicht zum Zuge kamen.Während der Abschlussveranstaltung am Abend fand die Siegerehrung statt, bevor alle Athleten ausgelassen tanzen konnten. Diese Deutschen Meisterschaften waren hervorragend ausgerichtet und das Team von SF Harteck München sorgte für einen reibungslosen Ablauf. Mit der Vorbereitung in Hennef und den überaus erfolgreichen Deutschen Mannschaftsmeisterschaften in München war dies auch der letzte wettkämpferische Höhepunkt in diesem Jahr.

Ergebnisse