Projekte Gewaltprävention

In kaum einer anderen Bewegungsform findet die körperliche Auseinandersetzung mit einem anderen Individuum so unmittelbar und gelenkt statt wie im Judo. Durch diese im Judo erforderliche körperliche Nähe zu den Übungspartnern eröffnet sich für die Trainierenden ein sehr wichtiges Lernfeld.

Im Judo lernen die Schüler*innen ihre persönlichen und fremden Grenzen wahrzunehmen, diese zu respektieren und Verantwortung für die körperliche und seelische Unversehrtheit aller Beteiligten zu übernehmen. Im Kampf und in der Übung lernen die Schüler*innen ihren Körper wahrzunehmen, ihre Kräfte bewusst zu dosieren sowie Spaß an der Bewegung zu entwickeln. Sie erweitern ihre Kompetenzen im Umgang mit Gefühlen wie Freude, Aufregung, Stolz, Angst, Wut, Unsicherheit, und vieles mehr.

 

Die Schüler*innen erlernen in Übungen, Kampfspielen und Wettkämpfen Techniken, mit Hilfe derer sie sich im Zweikampf auch gegen vermeintlich körperlich stärkere Gegner durchsetzen können. So erfahren sie positive Selbstwirksamkeit, die nicht auf Kosten anderer geht und stärken dadurch auch ihr Selbstbewusstsein. Disziplin, Ausgeglichenheit, emotionale Kontrolle, sowie ein produktiver Umgang mit Sieg und Niederlage sind weitere Lerndimensionen, die den Teilnehmern spielerisch und angemessen eröffnet werden.

Im Nordrhein-Westfälischen Judo-Verband gibt es zahlreiche Programme und Projekte, die sich mit dem Thema Gewaltprävention auseinander setzen.