Wilhelm Höfken verstarb im Alter von 85 Jahren
NWJV-Präsident von 1987 bis 1999
Der Nordrhein-Westfälische Judo-Verband (NWJV) trauert um seinen Ehrenpräsidenten Wilhelm Höfken, der am Donnerstag im Alter von 85 Jahren verstorben ist.
Wilhelm „Willi“ Höfken war von 1987 bis 1999 Präsident des NWJV. Bereits zuvor hatte er sich über viele Jahre in verschiedenen Funktionen für den Verband engagiert: Von 1974 bis 1982 war er Vorsitzender des Rechtsausschusses, von 1982 bis 1987 NWJV-Sportwart. Zudem erwarb er die Bundeskampfrichterlizenz. Von 1992 bis 1996 stand der Marler als Präsident an der Spitze des Deutschen Judo-Bundes (DJB). In dieser Zeit übernahm er zudem das Amt des Vizepräsidenten der Europäischen Judo-Union (EJU). Der Träger des 6. Dan erhielt für seine herausragenden Verdienste im Sport 2007 das Bundesverdienstkreuz. Im September 2020 ernannte ihn der Dachverband für Budotechniken Nordrhein-Westfalen, den er von 1987 bis 1999 ebenfalls als Präsident geführt hat, zu seinem ersten Ehrenpräsidenten.
Zum Judosport fand Höfken im Jahr 1968. Bevor er seine langjährige Tätigkeit in den Judo-Verbänden aufnahm, war er über viele Jahre als erfolgreicher Trainer in der Judoabteilung des Polizeisportvereins Recklinghausen tätig. Für sein großes Engagement wurde er dort mit dem Goldenen Lorbeerblatt, der höchsten Auszeichnung des Vereins, geehrt.
Noch bis vor wenigen Jahren war Höfken sowohl beim NWJV als auch beim DJB als Good-Governance-Beauftragter tätig. Seine Nachfolger im Verband schätzten den Elektroingenieur als kompetenten und verlässlichen Berater, der seine große Erfahrung und Expertise jederzeit zur Verfügung stellte und damit weiterhin wichtige Impulse für das Verbandsgeschehen gab.
Mit Wilhelm Höfken verliert der Judo-Sport einen verdienten Judoka, engagierten Funktionär, kompetenten Ratgeber und guten Freund. Über fünf Jahrzehnte stellte er sein Wirken in den Dienst des Judo – in Nordrhein-Westfalen ebenso wie auf nationaler und internationaler Ebene.
Der NWJV wird Wilhelm Höfken ein ehrendes Andenken bewahren. Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihm nahestanden.

