Para Judo-EM: Silber für Isabell Thal
Titelkämpfe in Heidelberg
Bei den Para Judo-Europameisterschaften in Heidelberg gewann Isabell Thal von Budoka Höntrop die Silbermedaille in der Kategorie J2 bis 60 kg. Nach den anfänglichen Tränen fand Isabell Thal recht schnell wieder zu ihrem Lächeln zurück. „Über den Kampf bin ich enttäuscht, über das Ergebnis bin ich glücklich“, sagte die Para-Judoka unmittelbar nach dem Gewinn ihrer EM-Silbermedaille. „Sie (Daria Stakanova, Anm. d. Red.) ist Weltmeisterin, und ich habe beim letzten Mal viel besser gegen sie gekämpft. Deswegen kommen gerade die Emotionen ein bisschen bei mir durch. Beim Judo kann es einfach so schnell vorbei sein.“ Unmittelbar nach Kampfbeginn hatte Stakanova Thal im Finale mit Ippon besiegt. Dennoch belohnte sich die gebürtige Essenerin mit der zweiten internationalen Medaille ihrer Karriere – nach Bronze bei der EM 2025 ist Silber nun der größte Erfolg ihrer Laufbahn.
Das Team von Bundestrainerin Carmen Bruckmann beendete die Titelkämpfe in Heidelberg mit drei Medaillen – eine gelungene Ausbeute bei insgesamt fünf Athletinnen und Athleten. Heidelberg hat sich als Mittelpunkt des Para-Judos in Deutschland etabliert. Bereits vor zwei Jahren überzeugte die Stadt mit einem tollen Grand Prix, nun folgten herausragende Europameisterschaften in Baden-Württemberg.
Rund 120 Athletinnen und Athleten aus 23 Nationen kämpften in Heidelberg um die Medaillen. Nun liegt der Fokus bereits auf dem eigentlichen Saisonhöhepunkt für die deutschen Para-Judoka. Vom 25. bis 27. September finden in Georgien die Weltmeisterschaften statt. „Auch dort fahren wir hin, um Medaillen zu gewinnen“, blickte Carmen Bruckmann voraus.


