ID-Judoka werben mit Doppelweltmeisterin für Olympia 2036 in NRW
Anna Maria Wagner in Leverkusen
Zum dritten Kadertraining in diesem Jahr in der Grünewaldhalle von TSV Bayer 04 Leverkusen hatte sich großer Besuch angekündigt, allen voran unsere zweimalige Weltmeisterin Anna-Maria Wagner, die das Training an diesem Tag sehr zur Freude unserer Kaderathleten leitete. Auch mit dabei waren die ehemalige Speerwurf-Weltmeisterin Steffie Nerius, die sich in Leverkusen sehr für den Behindertensport einsetzt, und die jüngste Para-Hoffnung im deutschen Judo, Isabell Thal vom Budoka Höntrop, die frischgebackene internationale Deutsche Meisterin und Fünftplazierte der Paralympischen Spiele von Paris 2024. Eine solch ungewöhnliche Präsenz der sportlichen Prominenz und Weltklasse bei unserem Kadertraining hatte natürlich ein Ziel:
Gemeinsam mit Special Olympics NRW warben alle Teilnehmer mit dieser Veranstaltung für die Olympischen Spiele 2036-2044, für die sich NRW mit der Region Köln-Rhein-Ruhr hoffentlich bewerben wird, zunächst deutschland- und dann auch weltweit. Wer wäre für diese Bewerbung besser geeignet als die Fahnenträgerin der Spiele von Paris und das jahrelang erfolgreiche Aushängeschild im deutschen Judo-Sport Anna-Maria Wagner, die ihre so erfolgreiche Karriere im letzten Jahr beendet hat.
Das zweistündige Training mit abwechslungsreichen und für unsere ID-Judoka angemessenen Techniken begeisterte alle Sportler. Anna-Maria hat inzwischen so viel ID-Erfahrung und verfügt auch über die notwendige Empathie, um zu wissen, wie unsere Athleten anzusprechen und zu motivieren sind. Mit großer Konzentration wurden die vorgestellten Bewegungsformen und Techniken geübt. Anna-Maria war immer wieder bereit, helfend bei einzelnen Paaren einzugreifen, um die Techniken noch einmal zu verbessern.
Von ersten Uchi-Komi-Übungen über verschiedene Wurfeingänge bis zu Kombinations- und Kontertechniken war für unsere Sportler alles dabei. Den Abschluss bildeten kleine Übungskämpfe, in denen es darum ging, das Erlernte in Wettkampfsituationen umzusetzen.
Alle Judoka arbeiteten so intensiv an ihren Techniken, dass die Trainingszeit fast unmerklich vorbeiging. Es war einfach ein ganz tolles Training. Am Ende gab es großes Lob für unsere Doppelweltmeisterin und das Versprechen von ihr, gerne wieder zum Kadertraining zu kommen.


