Früherer Judo-Bundestrainer Han Ho San im Alter von 87 Jahren verstorben
Judo-Bundestrainer von 1965 bis 2000
Han Ho San, von 1965 bis 2000 Bundestrainer im Deutschen Judo-Bund (DJB), ist am vergangenen Freitag im Alter von 87 Jahren verstorben.
In seiner Zeit als Bundestrainer gewannen DJB-Athleten zahlreiche Medaillen bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften. 1993 berief ihn der DJB-Vorstand zum Cheftrainer, Ende 2000 trat Han Ho San schließlich nach seiner Pensionierung als dienstältester Bundestrainer im Deutschen Sportbund (DSB) von seinem Amt zurück. Bei den Judo-Weltmeisterschaften 2001 in München wurde Han vom DJB offiziell verabschiedet und zum Ehren-Bundestrainer ernannt. 2004 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
Han Ho San schloss 1957 erfolgreich die Elite-High School Yong Chong in Südkorea ab und erhielt 1961 sein Diplom im Studium der Architektur an der Hong Ik University. Der staatlich geprüfte Diplom-Trainer und Träger des 9. Dan feierte seinen größten Erfolg als Judoka mit Platz fünf bei den Weltmeisterschaften 1961 in Paris. Ein Jahr später zog es ihn nach Deutschland, wo er 1965 als Trainer zum DJB wechselte. Zuvor arbeitete er von 1963 bis 1965 als Landestrainer in Niedersachsen. 1974 wurde Han deutscher Staatsbürger. Er lebte seit vielen Jahren in Kerpen.
Judo-Deutschland trauert um eine Legende des Judosports und wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Die Gedanken sind bei seiner Ehefrau, seiner Familie und seinen Freunden.


