Fokus des Monats: Februar
Würfe zur Gegenseite im Fokus
Mit dem Monat Februar setzt der NWJV im Technikschwerpunkt den Fokus auf das Werfen zur Gegenseite. Aufbauend auf den bisherigen Grundlagen lernen die Judoka, aus vertrauten Griffen neue Lösungswege zu entwickeln und ihre Handlungssicherheit im Standkampf weiter auszubauen. Der Schwerpunkt bietet Trainerinnen und Trainern eine praxisnahe Orientierung und eröffnet vielfältige methodische Möglichkeiten für ein abwechslungsreiches und entwicklungsorientiertes Training.
Im Februar rückt das Werfen zur Gegenseite in den Mittelpunkt. Aufbauend auf dem Schwerpunkt des Vormonats geht es darum, aus dem gleichen Griff wie zur
Hauptseite zu starten und daraus zur Gegenseite einzudrehen und zu werfen.
Im Fokus stehen Techniken, bei denen dieser Wechsel gut umgesetzt werden kann, zum Beispiel Seoi-nage, Koshi-guruma oder Sode-tsuri-komi-goshi. Beim Werfen zur Gegenseite ist besonders zu beachten, dass der Zugarm am Revers und nicht am Ärmel arbeitet. Um zu verhindern, dass Uke einem „in den Rücken fällt“, sollte hier die Aufmerksamkeit besonders auf ein aktives und deutliches Aufziehen gelegt werden. Methodisch kann – ähnlich wie beim Werfen zur Hauptseite – zunächst mit dem Kodokan- Eingang gearbeitet werden.
Im weiteren Verlauf bietet es sich an, zusätzlich den Kawaishi-Eingang zu schulen und zu vergleichen (3 vs. 2 Schritte), um den Judoka verschiedene Lösungswege anzubieten. Auch in diesem Monat kann mit allen Bewegungsrichtungen experimentiert werden (vorwärts, rückwärts, seitlich in die eigene Bewegungsrichtung eindrehen oder seitlich
gegen die Bewegungsrichtung eindrehen). Ebenso eignet sich der Schwerpunkt für das Üben gegen Ai-yotsu und Kenka-yotsu. Sobald das Werfen zur Gegenseite sicherer wird, kann gerne auch die Technik zur Hauptseite wieder mit eingebautwerden. Beide Seiten können dann im Wechsel eingedreht werden, mit dem Ziel, die Judoka dafür zu sensibilisieren, je nach Bewegung des Partners zur Haupt- oder zur Gegenseite einzudrehen. Der Schwerpunkt lässt sich auch gut in Randori-Formen umsetzen: Erlaubt ist das Eindrehen zur Haupt- und Gegenseite, bewusst ohne Fußtechniken oder Kombinationen. So werden die Judoka gefordert, kreative Lösungen zu finden und ihr Gefühl für Bewegung, Timing und Entscheidung zu schulen. Auch dieser Monatsschwerpunkt versteht sich als gemeinsame Orientierung und kann je nach Leistungsstand und Trainingsziel angepasst werden.
Interessierte Trainerinnen und Trainer sowie Judoka finden den Fokus des Monats auf Youtubeund auf den social-Media-Kanälen des NWJV. Im Jugendbereich der NWJV-Homepage finden sich außerdem weitere Informationen zum Fokus des Monats.

