Spannendes Finale in der Nage-no-kata

Erstellt von José Pereira/Wolfgang Janko | |   Nationale Meisterschaften

Deutsche Kata-Meisterschaften in Freital

Zum zweiten Mal fanden die Deutschen Kata-Meisterschaften 2026 in Freital statt. Die Titelkämpfe boten hochklassige Wettkämpfe und dienten vielen Athletinnen und Athleten zugleich als wichtige Standortbestimmung. Aus Sicht des Nordrhein-Westfälischen Judo-Verbandes konnten sich nicht alle Erwartungen erfüllen. Dennoch zeigten die NRW-Starter insgesamt ansprechende Leistungen, während zahlreiche Favoriten ihrer Rolle gerecht wurden und sich den Meistertitel sicherten.

Besonders spannend wurde es im Finale der Nage-no-kata. Elisa Plattfaut und Jamie den Ridder lieferten eine starke Vorstellung ab und belegten mit der gleichen Punktzahl wie das zweitplatzierte Paar den dritten Rang.

Erstmals wurde bei den Deutschen Kata-Meisterschaften die Katame-no-kata in der Altersklasse U 18 ausgetragen. Das Jugendpaar aus Nordrhein-Westfalen feierte mit einem dritten Platz dabei einen gelungenen Einstand und sammelte wertvolle Erfahrungen auf nationaler Ebene.

Für die Mitglieder der DJB-Kata-Nationalmannschaft aus NRW stellte die Deutsche Kata-Meisterschaft erneut eine wichtige Standortbestimmung im Hinblick auf die bevorstehende Weltmeisterschaft in Sarajevo dar. Nun gilt es für diese Athletinnen und Athleten mit Zuversicht der WM entgegenzutreten.

Sebastian Frey vertrat den DJB als Kata-Beauftragter. Als Wertungsrichter für den DJB im Einsatz waren: Birgit Andruhn, Rainer Andruhn, Michael Hoffman und José Pereira. Der DJB wurde von Jenny Frey vertreten.

Seit 2017 sind die ID-Judoka mit ihrer inklusiven Kata fester Bestandteil der Deutschen Kata-Meisterschaften. Aber zum ersten Mal fanden diese Meisterschaften ohne Paare aus NRW, die in allen Jahren immer die Mehrzahl der Teilnehmer stellten, statt. Das lag vor allem an der total unglücklichen Terminierung, denn bis zum Samstag fanden die nationalen Spiele von Special Olympics im Saarland statt, an denen fast alle NRW-Kata-Paare teilnahmen. Auch das Zwillingspaar aus Dieringhausen konnte seinen Meistertitel aus dem Vorjahr nicht verteidigen. Hier fiel der Fahrer aus, so dass es keine Möglichkeit hatte, nach Sachsen anzureisen.

Insgesamt hatten sich nur sieben Kata-Paare für die fünf ausgeschriebenen inklusiven Kata-Wettbewerbe gemeldet. Zwei Paare wurden ohne Konkurrenz Deutsche Meister und in zwei weiteren Wettbewerben trafen nur vereinsinterne Paare aufeinander.

Schade für die teilnehmenden Judoka, denn sie hatten sich intensiv auf die Meisterschaft vorbereitet und zeigten eine durchaus beeindruckende Performance.
Da bleibt nur zu hoffen, dass die Terminplanung im nächsten Jahr wieder eine größere Beteiligung der ID-Judoka ermöglichen wird, zumal die nationalen Spiele von Special Olympics nur alle vier Jahre stattfinden.

Die Ergebnisse:


Nage no kata

1. Immo Schmidt/Hendrik Schmidt, Hessen (413 Punkte)
2. Sonja Schacht/Bennett Brandes, Niedersachsen (392,5 Punkte)
3. Elisa Plattfaut, Werler TV/Jamie den Ridder, Kodokan Olsberg (392,5 Punkte)

Nage no kata (3 Gruppen) – U18

1. Colin Junkuhn/Emil Kürschner, Sachsen (250 Punkte)
2. Konstanin Jezussek/Moritz Pfeifer, Bayern (230 Punkte)
3. Raffael Giehre/Edda Becker, Berlin (184,5 Punkte)

Katame no kata

1. Miriam Sikora/Christian Steinert, Pulheimer SC (410,5 Punkte)
2. Carolin Charina Jeromin/Martin Etter, Niedersachsen (404 Punkte)
3. Jill Okoroafor/Verena Aßmuth, TV Salzkotten (395,5 Punkte)

Katame no kata (1 Gruppe) – U18

1. Carline Timea Seifert/Pia Biedermann, Berlin (148,5 Punkte)
2. Moritz Pfeifer/Konstantin Jezussek, Bayern (148,0 Punkte)
3. Beren Cataldegirmen/Lara Genscher, Pulheimer SC (143,5 Punkte)

Ju no kata

1. Ulrich Bröckel/Elke Bröckel, Pfalz (412,5 Punkte)
2. Helene Weinmann/Birgit Weinmann, Bayern (405 Punkte)
3. Christian Hurka/Thomas Klein, Thüringen (391,5 Punkte)

Ju no kata (1 Gruppe) – U18

1. Ved Gondaliya/Per-Mat Ved-Johannsen, Niedersachsen (145 Punkte)
2. Celine Packeiser/Victoria da Silva Sehm, Niedersachsen (138,5 Punkte)
3. Toni Weber/Bruno Richter, Sachsen (111,5 Punkte)

Kodokan goshin jutsu

1. Andreas Freimuth/Eike Schmidt, Hessen (550,0 Punkte)
2. Marion Vogl/Leander Stadler, Bayern (471,5 Punkte)
3. Uwe Biedermann/Paul Stefan Koch, Berlin (466,5 Punkte)

Koshiki no kata

1. Ulla Loosen, JK Hagen/Wolfgang Dax-Romswinkel, Beueler JC (527,5 Punkte)
2. Anja Kronauer/Carina Dittmann, Württemberg (429,5 Punkte)
3. Marc Braun/Simone Kummer, Bayern (417,5 Punkte)

Kime no kata

1. Sönke Schillig/Johannes Kröger, Hamburg (497,5 Punkte)
2. Youssef Diouri, Dennis Mennenga-Burkhardt, Niedersachsen (478,5 Punkte)
3. Oliver Caps/Eduard van Thourenhout, Hessen (452,5 Punkte)

Itsutsu no kata

1. Sönke Schillig/Johannes Kröger, Hamburg (169,5 Punkte)
2. Ulla Loosen, JK Hagen/Wolfgang Dax-Romswinkel, Beueler JC (164 Punkte)
3. Leah Marie Pauluhn/Fabian Grunau, PSV Gelsenkirchen (150 Punkte)

ID Nage no kata 1/2 Gruppe/n WK I

1. Julia Maria Vollmer/Alexander Poth, Niedersachsen (162,5 Punkte)

ID Nage no kata 1/2 Gruppe/n WK II/III

1. Rico-Alexandro Klutz/Edina Bognar, Berlin (157,5 Punkte)
2. Sebastian Fasel/Sven Neuber, Berlin (151,0 Punkte)
3. Hans-Jürgen Zander/Sebastian Lengert, Berlin (127 Punkte)

ID Katame no kata 1 Gruppe  WK I

1. Anna Scheppan/Reinhard Weidauer, Sachsen (143 Punkte)
2. Tobias Kolleßer/Yvonne Schmidt, Sachsen (129 Punkte)

ID Katame no kata 1 Gruppe WK II/III

1. Sebastian Lengert/Olaf Strosche, Berlin (146,5 Punkte)


Vollständige Ergebnisliste

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Katame-no-kata U 18: 3. Platz Beren Cataldegirmen/Lara Genscher, Pulheimer SC

Itsutsu-no-kata: 2. Platz Ulla Loosen, JK Hagen/Wolfgang Dax-Romswinkel, Beueler JC, 3. Platz Leah Marie Pauluhn/Fabian Grunau, PSV Gelsenkirchen Fotos: F. Grunau