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16.04.18 14:52 Alter: 97 Tage
Von: Dr. Wolfgang Janko / Fotos: Gabi Gramsch


Sieben Paare stellten sich den Wertungsrichtern

3. Inklusive Landes-Kata-Meisterschaft


Im Sportcenter Hatzky in Bocholt fanden die 3. Inklusiven Kata-Meisterschaften des Nordrhein-Westfälischen Judo-Verbandes statt. Letztmalig wurde diese Meisterschaft als G-Judo-Veranstaltung durchgeführt. Im nächsten Jahr werden auch diese Judokas an den allgemeinen Kata-Meisterschaften des NWJV teilnehmen. Das sollte eigentlich schon in diesem Jahr geschehen, aber leider finden die NRW-Kata- und die Internationalen Deutschen G-Judomeisterschaften am gleichen Tag, nämlich am 29. April 2018, statt. Daher gilt ein besonderer Dank an Jürgen Hatzky, der es sehr kurzfristig ermöglichte, die Meisterschaften in seinem Dojo durchzuführen.

Grundlage waren die Techniken der offiziellen Nage-No-Kata. Die Teilnehmer konnten unter den fünf Wurfgruppen eine auswählen und diese demonstrieren. Dabei musste der bei der Kata aktive und die Würfe demonstrierende ein G-Judoka sein. Der Partner, der möglichst harmonisch und vor allem technisch brillant geworfen werden sollte, unterlag keinerlei Beschränkungen. Mit Einführung dieses Wettbewerbs soll vor allem dem inklusiven Judogedanken und dem daraus resultierenden gemeinsamen Training von behinderten und nicht behinderten Judokas Rechnung getragen werden.

Sieben Paare, darunter vier inklusive, nahmen diese Herausforderung an und stellten sich den Wertungsrichtern Jörg Wolter und Jürgen Hatzky. Die Zuschauer sahen einen beeindruckenden Wettbewerb. Noch vor wenigen Jahren hätte kaum jemand geglaubt, dass auch G-Judokas in harmonischer Partnerarbeit zu so beeindruckenden Judotechniken fähig sind.

In der Wettkampfklasse II, bei den stärker beeinträchtigten Judokas, ging nur das Bocholter Paar Anja und Christoph Vriesen an den Start und gewann damit auch die Landesmeisterschaft. Gerade für diese Judokas ist es eine echte Herausforderung und bedarf intensiver Übung, die geforderten Techniken einer Gruppe beidseitig vor einem Publikum demonstrieren zu können.

In der Wettkampfklasse I kämpften sechs Paare um die Landesmeisterschaft, die in einer Vor- und einer Endrunde ausgekämpft wurde. Letztendlich konnten sich die amtierenden Deutschen Meister Andreas Gramsch und Nina Völkel vom Budokan Hünxe mit ihrer Demonstration der Gruppe Koshi-Waza knapp vor Michaela Stutz und Marcel Mülder von der DJK Dülmen, die Te-Wazza demonstrierten, durchsetzen.

Alle sieben Paare wollen auch an den Deutschen Kata-Meisterschaften teilnehmen, die am 23. und 24. Juni bei Hannover durchgeführt werden.


Ergebnisse der inklusiven Kata WK II
1. Anja Vriesen/Christoph Vriesen, Budokan Bocholt (Koshi-Waza), 89 Punkte

Ergebnisse der inklusiven Kata WK I
1. Andreas Gramsch/Dr. Nina Völkel, Budokan Hünxe (Koshi-Waza) 172 Punkte
2. Michaela Stutz/Marcel Mülder, DJK Dülmen (Te-Waza) 161 Punkte
3. Marc Weidmann/Tanja Lüttkens, Budokan Bocholt (Ashi-Waza) 153 Punkte
4. Patrick Barendonk/Andrea Kuhne, Budokan Bocholt (Koshi-Waza) 130 Punkte
5. Jasmin Siebelitz/Lukas Welzel, Budokan Hünxe (Koshi-Waza) 130 Punkte
6. Tom Doering/Daniel Lammers, Budokan Bocholt (Koshi-Waza) 126 Punkte