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05.10.17 13:22 Alter: 13 Tage
Von: Dr. Wolfgang Janko / Fotos: Gabi Gramsch


Jubiläums-Judoturnier in Essen-Kupferdreh

Special Olympics NRW


In der Sporthalle Essen-Kupferdreh fand das mittlerweile 10. Landes-Judoturnier von Special Olympics Nordrhein-Westfalen statt. Zum Jubiläumsturnier hatte sich dieses Mal die Rekordkulisse von 205 Judokas mit einer geistigen Behinderung aus 21 Institutionen bzw. Vereinen aus NRW angemeldet. Hinzu kamen zehn Judokas aus den Niederlanden vom Institut Rudi Verhagen, die zum dritten Mal an der SO-NRW-Veranstaltung teilnahmen. Für einige Judokas war es eine Art Generalprobe, das letzte Judoturnier vor der im nächsten Monat in Köln stattfindenden ersten G-Judo-WM. In Kooperation mit dem NWJV gelang es SO-NRW und den Teams ESC Rellinghausen und TVK 1877 wieder, den Teilnehmern ein fantastisches Judo-Event zu bieten.

Vorstandsmitglied Dr. Margarethe Möllering führte durch das Eröffnungszeremoniell des Special Olympics-Turniers. Nach der Begrüßung der Sportler sprachen G-Judoka Timo Karmasch, Trainer Andreas Kiechle und  die Kampfrichterin Brigitte Müller jeweils den entsprechenden Eid. Mit dem Hissen der olympischen Fahne waren die Wettkämpfe praktisch eröffnet.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen natürlich die über fünf Stunden dauernden interessanten und hoch attraktiven Wettkämpfe. Gekämpft wurde in drei Wettkampfklassen, eingeteilt nach Art und Schwere der Behinderung. In den einzelnen Gruppen trafen drei bis sechs Judokas aufeinander. Schon als kleine Premiere für die Weltmeisterschaften trugen alle Kämpfer ausschließlich weiße Judoanzüge, unterschiedlich gekennzeichnet durch den jeweiligen Wettkampfgürtel in weißer oder blauer Farbe. Auch die Wettkampfregeln waren schon identisch mit denen der 1. G-Weltmeisterschaften, die vom 19. bis 22. Oktober in Köln stattfinden.

Als besonderes Highlight der Veranstaltung wurde noch ein von Arndt Holtstraeter gespendeter Wanderpokal für die erfolgreichste Mannschaft vergeben. Der Bernd-Eickerling-Wanderpokal, zu Ehren des kürzlich überraschend verstorbenen Hausmeisters der Kupferdreher Sporthalle, soll dem Gedächtnis eines unglaublich engagierten und beliebten Menschen dienen. Erster Gewinner des neuen Wanderpokals war das Judoteam von Budokan Hünxe mit knappem Vorsprung vor der Lebenshilfe Essen und der Mannschaft aus Geldern.

Ein besonderer Dank gilt Arndt Holtstraeter und seinen Teams von ESC Rellinghausen und TVK 1877. Die Essener Judo-Vereine zeigten sich bei allen Problemen äußerst flexibel und führten das Judoturnier mit ihren kompetenten Helfern souverän durch. Aber auch dem Veranstalter Special Olympics NRW um Anna-Lena Schiel muss man ein großes Kompliment für die professionelle Ausrichtung machen. Außerdem bot Special Olympics-NRW mit dem Healthy Athletes Programm „Gesunde Füße“ den Athleten und Teilnehmern an diesem Tag wiederum kostenfreie Gesundheits-Checks, Untersuchungen und gesundheitliche Aufklärungen an.


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